February 15, 2012 9:42 AM
Ein kurzes Update aus dem Kistenchaos, dem wir immer noch nicht Herr geworden sind, weil hier und da die Möbel anders stehen, und daher die Sachen nicht einfach dort eingeräumt werden können, wo sie vorher waren... das kann noch ein Weilchen dauern hier...
Aber es gibt schon so einiges Positives zu berichten. Zum Beispiel haben wir ein paar sehr nette Gäste, die regelmäßig in unserem Garten vorbeischauen und sich über das Futter freuen, was ich ihnen hingestellt habe. Das freche Eichhörnchen (jagt gerne Elstern) und die beiden dicken Ringeltauben, die oft unsere Birke als Schlafplatz auswählen, zum Beispiel:

Nächsten Winter werde ich dennoch mein Winterfutter selbst machen, denn ich habe gelesen, dass man mit dem herkömmlichen Futter aus dem Bau- oder Supermarkt recht häufig Ambrosia-Samen mitkauft (hochallergene Pflanze, deren Verbreitung auch hier leider kaum noch zu stoppen ist), außerdem ist dieses Futter oft überlagert und das Fett deshalb ranzig.
Dank eines guten Tipps kaufen wir jetzt auch oft in einem netten kleinen Hofmarkt, wo es Geflügel (garantiert antibiotikafrei), Fleisch, Käse, Brot, Obst und Gemüse direkt vom Erzeuger, und einen unheimlich leckeren Apfelsaft von glücklichen Äpfeln gibt - bei dem fünf Liter innerhalb von zweieinhalb Tagen auf mysteriöse Weise verdunsten (weil der Zottel neuerdings Apfelsaft-Fan geworden ist, hihi). Der Liter Apfelsaft ist sogar günstiger als diese Tetrapacks im Supermarkt.
Mittlerweile sind seit unserem Einzug hier schon zwei Mieter unabhängig voneinander an Herzinfarkt gestorben. Von den anderen Mietern kriegt man auch nicht viel mit, und ich bin glaub ich die einzige Frau im Haus - und was bin ich froh, dass wir hier nicht so eine Olle aus dem zweiten Stock haben wie in Darmstadt, die meint, sie könne das Regiment über das Haus führen und alles unter ihre Fuchtel bringen! Hier ist eher das andere Extrem angesagt, und keinen interessierts, ob das Treppenhaus geputzt ist, oder die Fenster. Da aber die anderen auch kaum zuhause sind, hat es hier ein bisschen den Nachteil, dass kein anderer Pakete annimmt, wenn man mal nicht zuhause ist. Nun ja. So herum ist es mir trotzdem lieber.
Im Vergleich zu Darmstadt ist es hier auch, obwohl wir an einer "Hauptverkehrsstraße" wohnen, himmlisch ruhig - nachts hört man kaum ein Auto fahren, obwohl wir unser Schlafzimmer zur Straße hin haben.
So langsam lerne ich auch die Umgebung ein wenig kennen, so dass ich nicht mehr ganz so verloren bin, wenn mich jemand irgendwo aussetzen würde. ;-)